2008 zwischen häuten

 

In ›zwischen häuten‹ wird das Beziehungs- und Regelgeflecht von realen Begegnungen in einer beobachteten Situation unter die Lupe genommen. Ob nun Soap Opera oder Big Brother TV – Inhalt dieser Formate sind die zwischenmenschlichen Beziehungen der Protagonisten und die daraus entstehenden täglichen Dramen. So auch in ›zwischen häuten‹. Es ist eine Reality Soap, die satirisch-tadelnd aber auch liebevoll-sorgend mit diesen alltäglichen Dramen umgeht. Die Realität wird mit ihrer manchmal überdramatischen Bewegtheit ein wenig auf die Schippe genommen und in einem bunten Strauß namens Beziehung geflechtet. Realität und Surrealität schütteln sich die Hand und lassen die Dramen charmant und humorvoll erscheinen.

Drei Frauen leben zusammen in einer ›öffentlichen‹ Wohngemeinschaft. Das ist kompliziert und wird durch die unterschiedlichen Wünsche und Träume jeder einzelnen nicht leichter. Unehrlichkeiten und Undurchsichtigkeiten steigern sich bis der Blick für die Realität verschwindet und dem Zuschauer nur noch das Lachen bleibt, sofern es ihm nicht im Hals stecken geblieben ist.

 

Premiere: 23. Mai 2008 // Rotebühltheater Stuttgart

 

Ausgezeichnet mit dem Stuttgarter Theaterpreis 2008

Aus der Jurybegründung:
»Den Stuttgarter Theaterpreis Tanz 2008 der Landeshauptstadt vergibt die Jury an eine Produktion, die mit frischen Ideen, dabei nicht frei von kontroversen Emotionen und Situationen, überzeugt hat. Der kluge Umgang der Choreographin mit den Mitteln der Live-Musik, des Raumes, der typgerechten Besetzung der Rollen, aber auch der gekonnte Einsatz des Mediums Video hat uns beeindruckt. Die Choreographin schaffte es, in ihrer ersten großen Arbeit unprätentiös mit Humor und ungewöhnlichen Aktionen die alltäglichen Minidramen der menschlichen Beziehungen darzustellen. Es gelang der Produktion, von der ersten Minute an Spannung aufzubauen und bis zum finalen Ende durchzuhalten. Die Jury hat sich entschlossen, den Stuttgarter Theaterpreis Tanz 2008 an eine junge Choreographin zu vergeben, um sie zu ermutigen, in ihrer vielversprechenden Arbeit fortzufahren, und sie auf ihrem Weg zu unterstützen.«

 

 

Tanz und Schauspiel: Isabelle Gatterburg, Dimitra Kolokouri, Ineke Wolters

Musiker: Heiko Giering, Georg Bomhard, Thorge Pries

Team:
Künstlerische Leitung, Choreografie: Nicki Liszta
Szenografie: Kaspar Wimberley
Musikalische Leitung: Georg Bomhard

 

Presse:
»… ein Abend voll surrealem Witz, mit herrlich abstrusen Ideen und heftigem Körpereinsatz, frecher, origineller und einfach viel pinabauschiger als der Rest der freien Tanzszene Stuttgarts. … Ihr (Nicki Lisztas) einstündiges Tanztheater übersteigert reale Situationen ins Abstruse und wirkt bei aller Absurdität spontan, geerdet, lakonisch und echt. … Das Stück spielt ständig mit der Erwartungshaltung und setzt immer nochmal eins drauf.« Angela Reinhardt, Eßlinger Zeitung/Tanznetz.de, 26. Mai 2008

»Durch detailreiche Ideen und hintersinnigem Humor ungemein frisch und kurzweilig … Die feine englische Art ist es nicht, was diese drei Damen übereinander erzählen.« Mostbacher-Dix, Stuttgarter Zeitung, 26. Mai 2008

 

›zwischen häuten‹ wurde gefördert von der Stadt Stuttgart, dem Landesverband freier Theater Baden-Württemberg e. V. mit Mitteln des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst und der Landesbank Baden-Württemberg. Mit freundlicher Unterstützung von Atelier Roseweiss und Burkert & Miller GmbH.