2010 Das Lux-Protokoll

Ein Stück der Reihe ›Das Leben ist kein Ponyhof – Die 7 Todsünden‹

 

Wie viel Wollust verträgt eine Familie? ›Das Lux-Protokoll‹ ist das erste Stück der Reihe ›Das Leben ist kein Ponyhof – Die 7 Todsünden‹.

Das Protokoll dieses Abends könnte als Erlösung in die Geschichte dieser Familie eingehen. Der Vater ist tot. Es wird gefeiert. Die Grenze zwischen Verlangen und familiärer Liebkosung verwischt. Die Schamgrenze jedes Einzelnen wird untersucht, überschritten und beschnitten. Hemmungslos, gottgleich und tödlichverletzt, setzt ›Das Lux-Protokoll‹ dort an, wo keine Sprache mehr Worte findet.

Warnung: Es wird geschossen!

 

Premiere: 16. Dezember 2010 // Rotebühltheater, Stuttgart

 

 

Tanz und Schauspiel: Britta Gemmer, Tonatiuh Diaz, Gonçalo Cruzinha, Caroline Intrup, Benedikt MacIsaak, Martha Pasakopoulou, Margarethe Wäckerle

Musiker: Erik Reisinger, Heiko Giering, Henry Kasper, Matthew Bookert, Thorge Pries

Team:
Künstlerische Leitung, Choreografie: Nicki Liszta
Produktionsleitung, Künstlerische Assistenz: Isabelle Gatterburg
Szenografie: Kaspar Wimberley
Musikalische Leitung, Komposition: Heiko Giering
Grafikdesign: Simone Knapek

Dauer des Stücks: ca. 90 Minuten

 

Den Soundtrack von ›Das Lux-Protokoll‹ gibt es auf CD!
Für 10,- € kann die CD per E-Mail an shop@nickiliszta.de bestellt werden.

 

Presse:
»Nicki Liszta bringt mit ihrem Tanztheaterstück ›Das Lux-Protokoll‹ Stimmung in die freie 
Stuttgarter Tanzszene … so schnell waren auf einer Bühne noch nie alle tot. Die Schilder auf der Tür des 
Rotebühltheaters warnen zwar vor Schüssen während der Aufführung – wovor sie nicht warnen, ist die moralisch wie physisch heftige Tanztheater-Attacke, die hinter den bauschig-grauen 
Satinvorhängen eines engen Wohnzimmers losgeht. … Zu Zigeuner-Ska und Klezmer-Polka entwickelt sich nun ein Leichenschmaus der absurdesten Art. … Bei Nicki Liszta wird Tanz nicht behauptet, er ist kein intellektuell ausgeklügelter Bedeutungsvermittler, sondern Tanz ist das, was er ist, mit voller Wucht: real und 
körperlich, sinnlich und gewalttätig. … Wohl hat ›Das Lux-Protokoll‹ etwas 
von den dänischen Dogma-Filmen, auf die sich Nicki Liszta beruft, aber hier wird schärfer seziert
und absurder getanzt, von einem bravourösen, sich bis zum Letzten verausgabenden Ensemble aus Tanzschauspielern. … Wer schussfest genug ist, sollte hingehen.« Angela Reinhardt, Eßlinger Zeitung, 18. Dezember 2010

»Furios steigt Nicki Liszta, Choreografin und künstlerische Leiterin von Backsteinhaus Produktion, in ihr Stück ›Das Lux-Protokoll‹ ein, das im Treffpunkt Rotebühlplatz Premiere hatte. … Es ist der Auftakt der Reihe ›Das Leben ist kein Ponyhof – Die 7 Todsünden‹, gefördert von der Stadt Stuttgart. Und die Familiengeheimnisse des Protokolls sind voll von Gier, Zorn, Neid und vor allem Wollust. … Ironisch und gnadenlos wie im Dogmafilm ›Das Fest‹ legt Liszta mit starken Darstellern in einer grandiosen Kulisse Familiengefüge, Beziehungsauswüchse und das Absurde des Daseins bloß.« Petra Mostbacher-Dix, Stuttgarter Zeitung, 18. Dezember 2010

»Tatsächlich fühlt man sich in Nicki Lisztas Stücken, als setze sie einem die Pistole auf die Brust. In »Lux Protokoll« (2010) erwartet ihr Ensemble das Publikum zum düsteren Familienfest: Die Damen hatten die höchsten Absätze hervorgeholt, die Herren finsterste Anzüge und Mienen. Die Tanzfläche ist Flirt- und Kampfzone; was hier passiert, ist riskant zärtlich oder gefährlich brutal. Körper werden entblößt und verflochten, aggressiv gegeneinander in den Raum geworfen. Kleider, Geschlechter, Opfer- und Täterrollen unterliegen einem permanenten Tausch. Um Wollust ging es Nicki Liszta beim Auftakt einer Reihe über die Todsünden, aber auch um die Grenzen familiärer Nähe.« Andrea Kachelrieß, Tanz – Zeitschrift für Ballett, Tanz und Performance – Jahrbuch 2011