Cocooning

Ein Film von backsteinhaus produktion

Haus der Antikörper | backsteinhaus produktion | Tanz // Theater // Dance
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Fotos: Alex Wunsch

 

Was, wenn ein Virus nicht nur der schwere Befall eines Organismus wäre? Wenn er die Gesellschaft nicht in den Kollaps, sondern aus ihm herausführte? Was, wenn dieser freundliche Besuch die Reanimation als Gastgeschenk mitbrächte und seine Ansteckung wie eine lang ersehnte Berührung wäre? Wenn das Virus süß schmeckte? Die Bewohner*innen des ›Haus der Antikörper‹ deuten die Pandemie um und mutieren dank Virus in resistente Antikörper. Sie lassen sich erleichtert ein, wenn es krankmachende Normen und Gewohnheiten zersetzt. Dieses Virus bringt dem Organismus weder Krankheit noch Tod, sondern – ganz im Gegenteil – Heilung. Diese Pandemie verhängt eine Quarantäne über die Gesellschaft, die vorangegangene Zeiten des Stillstands und der Isolation überwindet, und den Start in eine schöne neue Welt bedeutet.

In ›Cocooning /kəˈkuːnɪŋ/‹ bringt das Virus sein süßes Gastgeschenk in den Keller, wo eine Niere bis dahin einsame Schwerarbeit leistet. Im Badezimmer ringt die erschöpfte Lunge gerade noch um Luft und im Wohnbereich hält sich ein Uterus stets empfangsbereit. Das Herz pocht überall und gibt den anschwellenden Rhythmus einer Wiederbelebung vor. Von Raum zu Raum und Organ zu Organ stößt das Virus Türen auf und Zirkulation an.

Durch den Einbruch eines Virus und den Ausbruch einer Pandemie konnte das ursprüngliche Konzept – eine Live-Performance auf fünf Simultanbühnen für ein zirkulierendes Publikum – nicht umgesetzt werden. Vielmehr war es für alle geboten zu Hause zu bleiben und so verständigten sich die Beteiligten online. Unter Einfluss der geltenden Hygienestandards probten Tänzer*innen und Musiker*innen in ihren Wohnungen in Stuttgart, Antwerpen, Richmond, Marseille, Weinstadt und München sowie im Theater Rampe. Mit ihren Mobiltelefonen, teils mit Unterstützung ihrer jeweiligen häuslichen Gemeinschaften, drehten sie viele Szenen selbst.

 

 

Team: Nicki Liszta, Heiko Giering, Isabelle von Gatterburg, Tobias Tönjes, Christopher Bühler, Annatina Huwiler, Chloe Beillevaire, Steven Chotard, David Ledger, Andreia Rodrigues, Ferdinand Roscher, Monika Roscher

Mit herzlichem Dank an das ursprüngliche Konzeptionsteam: Martina Grohmann (Dramaturgie Theater Rampe), Anja Sackarendt (Dramaturgie Theater Lübeck), Laura Dreyer (Ausstattungsassistenz) und die gesamte Technik des Theater Rampe.

Mit weiterem herzlichen Dank für Spontanunterstützung an Clara Paulau y Herrero für den Bau der Kokoons, Florence Carron, Jean-Marie Beillevaire, Barbara Hackenjos, Myron MCAdory, Famillie Ledger, Anne Reijniers, Griet Pauwels für Film- und Ausstattungsunterstützung in den jeweiligen Ländern während des Lockdowns.

Grafik: studio panorama

 

 

 

Realisiert im Rahmen der Koproduktion ›Haus der Antikörper‹ mit dem Theater Lübeck und dem Theater Rampe. Gefördert im Fonds Doppelpass der Kulturstiftung des Bundes, durch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg und der Stiftung der Landesbank Baden-Württemberg.

 

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